FREITALER ZEITUNG - LOKALSEITE

28.01.2001 Volleyball

Viel Kondition war beim ersten Volleyball-Nachtturnier In der Hainsberger Sporthalle von den Teilnehmern erforderlich. Die Technischen Werke Freital stellten die Halle zu günstigen Konditionen zur Verfügung.                                                                      Foto: Thessa Wolf

Erfolgreiche Premiere der
Tharandter Borkenkäfer

15 Mannschaften wetteiferten um Holz-Wanderpokal

Von Thessa Wolf
o eigentlich liegt der Querweg? Die in der Nacht vorn 27. zum 28. Januar oft gestellte Frage der Spieler des ersten Nachtturniers beantwortete sich gegen 6 Uhr morgens. Und das recht eindrücklich. Denn die aus Hänichen angereisten Sportler, wohnhaft auf dem dortigen Querweg - welcher als Mannschaftsname auf den Shirts prangte - standen im Finale.
 Dass die Hobby-Truppe aus diesem als der glückliche Sieger hervor ging, hatte sie vor allem ihren spielerfahrenen drei Gast-Frauen zu verdanken. Die für dieses Wochenende "zugereisten" Damen des Querweg-Teams beeindruckten mit starkem Zuspiel und guter Abwehr. Immerhin wurde ihnen der Sieg von der Mannschaft aus dem Coswiger
 
Spitzgrund alles andere als leicht gemacht. Mit den Ergebnissen von 23:25 und 22:25 mussten diese sich geschlagen geben.
 Mit dem spannenden Finale erlebte das erste Nachtturnier der Borkenkäfer Tharandt in der Hainsberger Halle seinen gebührenden Abschluss - nicht nur für die Organisatoren und die inzwischen doch recht müden Spieler der 15 Mannschaften. Auch Hagen Sommer, Bürgermeister von Tharandt, der bereits in der Vorrunde zum Publikum zählte, hatte sich eigens fürs Finale aus dem Bett klingeln lassen. "Halb fünf bin ich aufgestanden", schmunzelte er. Er sei stolz auf die Tharandter Truppe und auf das, was sie mit dem Turnier auf die Beine gestellt hätten, sagte Sommer. "Am liebsten wäre mir das Finale natürlich mit den Borkenkäfern gewesen."
 
Die erste Mannschaft der Tharandter holte sich die dritte Medaille und verwies damit Bannewitz auf den vierten Platz. Das zweite, vom Veranstalter selbst gestellte Team, landete auf Rang 10. Unabhängig von ihren Platzierungen zeigten alle Sportler konditionelle Spitzenleistungen. Denn die wenigstens hatten am Tag zuvor schlafen können. Und von allen war von abends 8 Uhr bis zum Morgengrauen voller Einsatz im Spiel gefordert.
 Zur Erinnerung konnten alle Teams einen Sack Holzkohle aus dem Tharandter Wald mitnehmen. Für die ersten drei gab es die Medaille und eine Flasche Meißner Wein. Und der Sieger erhielt den originellen Pokal aus Holz. Allerdings nur für ein Jahr - der Wanderpokal wird Anfang nächsten Jahres neu ausgespielt.